7. September 2012

Welche Social Media Plattform braucht ein Unternehmen?

Geschrieben von Petra Hamacher . Eingeordnet unter Social Media | Keine Kommentare

Social Media Möglichkeiten

Social Media ist im Grunde schon länger Thema in Unternehmensstrategien – nur will es so einfach keiner wahrhaben. Was heißt Social Media? Im Grunde heißt es nichts anderes als die Kommunikation mit dem Kunden.
Klassische Werbung stellt immer das Produkt, die Marke in den Vordergrund. Ein Plakat am Bahnsteig beispielsweise weiß nicht, wem es eigentlich begegnen wird – nur eines steht fest. Es wird eine hohe Frequenz an „Lesern“ geben. Eine Anzeige in einem Magazin mag vielleicht im Ansatz die richtige Zielgruppe haben, was der Leser allerdings beim Anblick des Produktes durch den Kopf geht, wird das Unternehmen nicht so schnell erfahren.

Zielgruppen definieren

Was hat diese Feststellung mit unserer Eingangsfrage zu tun? Ganz einfach. Social Media bedeutet direkte Kommunikation. Wenn ein Unternehmen also weiß, dass es kommunizieren möchte, täte es gut daran, zu wissen mit wem es kommunizieren sollte. Steht die Zielgruppe einmal fest, muss man sich eingehender mit ihr befassen.

Ist die Zielgruppe eher Mode interessiert oder Fußball verrückt? Legt die Zielgruppe Wert auf, platt gesagt, Bilder oder Videos? Wie viel Kommunikation kann man der Zielgruppe zumuten?
Nur, damit wir uns nicht falsch verstehen. Social Media betreiben bedeutet Arbeit. Es ist nicht weniger Arbeit als Anzeigengruppen zu definieren und Anzeigen zu generieren. Wer Kommunikation betreibt, kann dies nicht mal eben tun. Denn jeder weiß, dass Sätze, die man mal eben sagt, auch in einem falschen Hals landen können. Zudem ist Kommunikation etwas ausdauerndes und kontinuierliches. Dies kann nicht mal eben 2 Mal im Jahr passieren. Kunden gewöhnen sich auch schnell an die Art der Kommunikation.

Social Media Plattformen selektieren

Nun, wenn wir einmal wissen, was unsere Zielgruppe ausmacht, können wir auch entscheiden, welches Netzwerk, welche Plattform unbedingt in die Unternehmensstrategie gehört. Denn nicht jede Zielgruppe ist überall anzutreffen.

Man sollte durchaus selektieren, denn ich bezweifle, dass jedes Unternehmen die Ressourcen hat, auf jeder Plattform aktiv zu sein. Den Nutzen dieses Aktionismus würde ich ebenfalls in Frage stellen – und nur auf einer Plattform vertreten zu sein, weil gerade alle dort sind, heißt nicht, dass es für das Unternehmen sinnvoll erscheint. Gehört das eigene Produkt allerdings in die Momentane DIY-Schiene, wäre es ratsam überall sein Produkt an den Mann zu bringen. Frauen, die doch stärker diesem Hype verfallen sind, stehen auf einen runden Informationenfluss.

Wie man nun eine Plattform auswählt? Ganz einfach, durch ZUHÖREN! Melden Sie sich auf den Plattformen an und hören Sie zu. Worüber reden die Menschen hier? Wie nutzen sie die Plattform? Welche Themen werden wie behandelt, geteilt, kommentiert, hinterfragt oder nur hingenommen? Die Antworten werden wohl nur einem guten Beobater klar werden.

Social Media Plattformen bewerten

Natürlich kann man eine Vorauswahl treffen: Wir würden die momentan angesagten Plattformen ungefähr so bewerten (Angaben sind subjektiv!):

  • Facebook: Größte Plattform überhaupt. Hier vertreten zu sein, kann nicht schaden. Und sei es auch nur, um über die „Szene“ auf dem Laufenden zu bleiben und sich selbst zu informieren.
  • Pinterest: Wer gute Produktbilder, viele Eindrücke aus dem Unternehmen veröffentlichen möchte, der tut gut daran, sich hier anzumelden. Die Messlatte der einzelnen Pins (Bilder) ist allerdings hoch.
  • Twitter: 160 Zeichen (mittlerweile einige mehr) eignen sich gut um Neuigkeiten (Links) zu verbreiten. Das man hier allerdings Produkte an den Käufer bringt, wage ich zu bezweifeln.
  • Xing: Wer viel mit anderen Unternehmen zu tun hat, findet hier eine gute Gesprächsplattform. Man sollte aber aufpassen, seine Kunden nicht zu erschrecken, weil man selbst in der „Wie haue ich meinen Kunden übers Ohr“-Gruppe befindet…
  • LinkdIn: Diese Plattform findet immer noch einiges an Beachtung. Ich selbst kenne niemanden, der dort aktiv ist. Sie?
  • VZ-Netzwerke: Diese Plattform ist dem Aussterben geweiht und hat(te) zudem keinen kommerziellen Aspekt, in keiner (noch so abgedrehten) Sichtweise.
  • Blogs: Sie bilden die Ausnahme, denn Blogs sind individuell gestaltbar, können an das eigene Unternehmen angepasst werden und lassen inhaltlich wie designtechnisch dem Betreiber viele Freiheiten. Daher ist es umso wichtiger sich den oben genannten Zielgruppen-Fragen noch mal zu widmen.
  •  E-Mails: Ähnlich wie Blogs sind der eigenen Kreativität keine Grenzen gesetzt. Spam- und Massenmails verhindern momentan die Ernsthaftigkeit dieses Mittels. Fehlen sollten E-Mails dennoch in keiner Strategie.

Diese Übersicht der Plattformen bedeutet nicht, dass man sich Arbeit ersparen kann. Es ist ratsam die eigene These, dass die gewünschte Zielgruppe sich auf der XY-Plattform aufhält zu überprüfen – und das immer wiederkehrend!

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