13. Dezember 2011

Was Shopbetreiber mit Großfamilien gemeinsam haben

Geschrieben von Petra Hamacher . Eingeordnet unter Anfänger Shopbetreiber, Selbständigkeit | Keine Kommentare

10 Tipps aus der Großfamilie für Shopbetreiber

10 Tipps aus der Großfamilie (S. Hofschlaeger/pixelio.de)

In den letzten Wochen konnte man im TV einige Reportagen über Großfamilien und die enorme Leistung der Großfamilienorganisation sehen. Klar, bin ich gerade empfänglich für solche Themen. Aber bei der Verfolgung dieser Reportagen sind mir einige Nützlichkeiten aufgefallen, die mein SEO-getrimmtes Denken spontan auf das Dasein eines Shopbetreibers projiezierte. Hier also 10 Tipps, die aus dem Familienleben genommen, aber in jede (Shop-)Lebenslage übertragen werden können. Lernen Sie von den Meistern der Organisation.

Denn Großfamilien bedürfen einer straffen Organisation, sonst regiert schnell das Chaos. Mit Hilfe unserer 10 Tipps und Denkanstöße gelingt sowohl diese organisatorische Familien-Meisterleistung als auch ein erfolgreicher Onlineshop:

1. Planen Sie gut!

Es gibt Dinge, die müssen täglich, wöchentlich oder monatlich erledigt werden. Eine Großfamilie wird nicht umhin kommen, täglich eine Maschine Wäsche nach der anderen zu waschen. Sonst türmen sich die Wäscheberge. Doch wie schafft man es, dass man nichts vergisst und keine Aufgabe zu kurz kommt? Zu Anfang hilft ein Plan, wann was wie oft mit in den täglichen Plan mitbedacht werden muss. Banal, aber nur so wird nichts vergessen. Dieser Plan sollte gut sichtbar an der Wand hängen. Digitale Aufgabenlisten sind toll, aber eben auf die Liste geschaut und schon lässt es sich effizient weiter arbeiten. Oder haben Sie schon mal eine Mutter gesehen, die mal eben im Smartphone nachsieht, ob heute Waschtag ist?

2. Effizienter werden!

Oft kann man Aufgaben zusammenfassen. Ein guter Tipp für Hausfrauen/männer sind Körbe für sogenannte Streuner: Mit einem Korb bewaffnet geht man durch die Wohnung und sammelt in jedem Zimmer das ein, was eigentlich an einen anderen Platz gehört. Anschließend wird dieser Korb entleert. Warum so umständlich? Warum räumt man nicht direkt alles an seinen Stammplatz? Weil man sich so nicht mehr verzetteln kann. Man blättert dann nicht in der Zeitung, die man eigentlich wegräumen wollte. Man arbeitet effizienter. Pakete sollten daher auch an einem Stück gepackt und Online Anfragen in einem Rutsch beantwortet werden. Wer sich immer ständig selbst unterbricht, verliert Zeit. Und so wie die meisten Dinge in einem Haushalt ihren Stammplätze haben sollten (damit man keine Zeit mit Suchen verbringt), sollten Aufgaben feste Zeiten und Materialien feste Orte erhalten.

3. Disziplin!

Wer nicht nur für sich, sondern auch für kleine Kinder verantwortlich ist, kann nicht am laufenden Band sieben Gerade sein lassen. Wer das Aufräumen, das Wäsche waschen oder sonstige Tätigkeiten schleifen lässt, steht irgendwann vor einem Berg an Arbeit. Daher arbeiten erfolgreiche Haushaltsführer praktisch den ganzen Tag. Das mag auf den ersten Blick stressiger aussehen, aber schauen Sie sich einen Haushalt mit mindestens 6 Personen an, der eine Woche nicht aufgeräumt wurde… Sie möchten die Wohnung nie wieder betreten – versprochen! Wer also denkt, ich kann die Shop-Arbeiten auch morgen erledigen, der kommt irgendwann an seine Grenzen. Vieles häuft sich an und der Puls wird vor lauter Stress in die Höhe schnellen. Hier ist Disziplin gefragt! Täglich kleine Arbeiten verrichten und der Arbeits-Hügel kann gar nicht erst zu einem Berg anwachsen.

4. Kleine Schritte mit großer Wirkung!

Tipp 4. ergänzt eigentlich unsere Tipps der Disziplin und der Effizienz. Neben den täglichen Dingen hat man auch die ein oder andere neue Idee, die umgesetzt werden will. Diese Ideen müssen aber mit eingeplant werden. Ob das Kinderzimmer renoviert werden soll oder die Shop-Kategorien sortiert werden müssen, all das muss in den Alltag geplant und integriert werden, damit weder ein neuer Berg voller Arbeit auftaucht noch tägliche to-Dos darunter leiden. Das ist der Grund, warum Großfamilien manche Dinge sehr lang im Voraus planen und für den Betrachter unflexibel wirken. In Wahrheit lassen sich solche Organisatoren nur nicht aus der Fassung bringen. Und noch einen Nutzen lässt sich daraus ziehen: Wer so plant, hat auch volle Kontrolle über Kosten und zukünftige Ausgaben!

5. Hilfe annehmen und dirigieren!

Ab einer gewissen Größe eines Haushaltes kann man unmöglich als Mutter oder Vater alles allein erledigen. Da müssen alle mit anpacken. Große Kinder bekommen eigene Aufgaben zugewiesen und versorgen auch mal kleinere Geschwister. Was uns das für einen Shop lehrt? Wer glaubt, er kann jede Arbeit selbst erledigen, überschätzt sich selbst. Es ist keine Schande, sich Hilfe von Profis zu holen! Machen Sie das, was Sie können und geben Sie den Rest ab. Nur so sind Sie gut in dem was Sie tun.

6. Ausflüge sind wichtiger als Urlaub!

Jeder der Selbständig ist, weiß, dass Urlaub ein Fremdwort ist. Auch hier können wir viel von Großfamilien lernen. Ein Urlaub mit vielen ist nicht nur nervenaufreibend, sondern auch teuer. Daher lösen dieses Problem viele Eltern mit regelmäßigen Ausflügen. Viele kleinere Pausen sind für alle Abwechslung und Erholung im Alltag und man kann mit neuer Kraft weiter machen. Dabei ist es einerlei, ob man im Wald den Herbst bewundert oder im Sommer mal mit dem Rad an die Talsperre fährt. Nutzen Sie diese Weisheit für sich: Viele kleinere Stopps lassen sich besser in die Arbeit integrieren, denken Sie an Tipp 3!

7. Ruhe bewahren!

Egal ob ein Kind krank ist, die Geschwister zanken oder sonstige Unglücke im Haushalt passieren: In der Ruhe liegt die Kraft! Wer sich von kleinen Dingen aus der Ruhe bringen lässt, hat bald keine Kraft mehr. Für Außenstehende sind die besten Mütter daher die mit der größten Gelassenheit. Wir wundern uns oft darüber, dass sie nicht im Chaos ihren eigenen Kopf verlieren. Doch was diese Mütter (oder Väter) können: Durchatmen! Man wächst mit seinen Aufgaben und irgendwann weiß man, dass nervös werden nur Nachteile mit sich bringt. Shopbetreiber sollten sich ebenfalls weder von Kunden noch von Lieferanten auf die Palme bringen lassen. Wer stets mit einem Lächeln freundlich ans Telefon geht, kann manchem wütendem Anrufer schon den Wind aus den Segeln nehmen (Lächeln hört man auch durchs Telefon – lesen Sie hier mehr über Kundenmanagement!), denn darauf wird er nicht vorbereitet sein.

8. Nie aufgeben!

Jede stressige Zeit geht irgendwann zu ende. Ein Schrei-Baby wird nach 12 Wochen hoffentlich das Schreien einstellen und Lächeln zeigen. Und auch wenn mehrere Kinder krank zu Hause sind und man selbst zu nichts mehr kommt, nach einiger Zeit ist die schlimmste Krankheit überstanden. Eltern wissen das – und schöpfen aus diesem Wissen die Kraft, weiter zu machen und nicht aufzugeben. So sollten Shopbetreiber immer bedenken: Selbst die Weihnachtszeit mit all seinen Paketen, Wünschen und Kundenanfragen wird irgendwann vorbei sein. Nur die Ruhe.

9. Austausch statt Eigenbrötler!

Familie oder Shopbetreiber? Mehr Gemeinsamkeiten als man denk! (S. Hofschlaeger/pixelio.de)

Familie oder Shopbetreiber? Mehr Gemeinsamkeiten als man denk! (S. Hofschlaeger/pixelio.de)

Immer nur Familie… da fällt einem doch mal die Decke auf den Kopf und man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht. Wie lösen andere die schweren Erziehungsfragen und wie haushalten andere mit dem Geld? Bei diese Fragen können andere Eltern Tipps und Denkanstöße vermitteln; man muss sie nur Fragen (online per Forum oder offline vielleicht im Kindergarten). So sollten es auch Shopbetreiber halten und sich offen über das Geschäft mit Gleichgesinnten unterhalten. Wer dabei Angst hat, ausspioniert zu werden, der ist auf dem Holzweg. Wer mit Rat und Tat zur Seite steht, kann auch von anderen Hilfe erwarten; man muss ja nicht gleich alle Zahlen offen legen. Foren und Shopbetreiber-Treffen sind gute Gelegenheiten dafür.

10. Zusammen ist man stark!

Man kann als Elternteil nicht nur Aufgaben delegieren und auch mal andere machen lassen – eine Großfamilie löst auch Probleme gemeinsam. Die Kinder unterstützen sich, ein Familienrat kann finanzielle Probleme gemeinsam besprechen und auch sonst ist es angenehm zu wissen: Ich bin nicht allein! Sollten Sie als Shopbetreiber also in dem Genuss sein, nicht alleine zu arbeiten, dann schätzen sie diesen Umstand! Spinnen Sie gemeinsam mit Mitarbeitern über neue Ideen, tragen Sie Probleme vor und hören Sie sich Probleme regelmäßig an. Damit sind Sie nicht nur ein guter Chef sondern wer gemeinsam an einem Strang zieht, ist zusätzlich noch produktiver. Dieser Rat lässt sich selbstverständlich auch mit Freunden oder der Familie umsetzen.

 

Und was alle sowieso NIE vergessen sollten: Spaß an der Sache ist das A und O!

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