23. Februar 2012

SEO-Basics gehen vor Social Media

Geschrieben von Petra Hamacher . Eingeordnet unter Marketing | Keine Kommentare

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, zu der momentanen Diskussion um die Google-Rankingfaktoren keinen Beitrag beizusteuern. Wer gerade nicht weiß, wovon die Rede ist, hier ist der Ursprungsbeitrag: Searchmetrics Rankingfaktoren. Dieser Beitrag entzündete in sämtlichen SEO-Blogs ein Lauffeuer. Grund: Die Untersuchung von Searchmetrice ergab, dass Facebook als Faktor rapide zunimmt und andere Faktoren eben abnehmen. Dies (und andere Ergebnisse) wurden und werden nun wild diskutiert. Aber warum schreibe ich nun auch meinen Senf dazu?

Was Searchmetrics da an Daten veröffentlicht hat, sind Ergebnisse von Beobachtungen, die einige viel zu ernst, zu wichtig und zu “in Stein gemeißelt” nehmen. Und wer hier nicht differenziert urteilt, kommt schnell zu dem Schluss “Oh mein Gott – ich muss mein SEO-Konzept über den Haufen schmeißen. Facebook ich komme!”. Diesen Gedanken wollte ich keinen weiteren Nährboden geben und hatte die Diskussion abgehackt.

Diskussion um (SEO-) Trends

Gestern aber las ich den Beitrag von Sistrix “SEO: Gefühlter Handlungsbedarf” Die oben genannte Diskussion über die Daten wird nicht direkt aufgegriffen, aber schon in den Kommentaren gehts los: Worauf legt Google wert? Facebook oder SEO Basics oder alles auf einmal. Oder mein Lieblingskommentar-Hilferuf “Man müsste sich klonen können” (Alexander, ich bitte um Vergebung für das Zitat :) ).

Aber nicht nur diese Beiträge sorgen bei mir momentan für Bauchschmerzen sondern auch die eigenen Erfahrungen: Unternehmen werden geradezu nervös und wollen nun unbedingt “da auch präsent sein”. Auf die Frage, wo und wozu genau, können sie es oft nicht genau benennen. Meinen aber Facebook und co. Social Media eben, weil das ja jetzt “nun so wichtig sei – das haben wir gerade überall gelesen”.

Meine Meinung dazu veranlasst mich dann doch zu diesem Beitrag im eigenen Blog und lässt sich wie folgt zusammenfassen:

Leute – macht euch nicht s(e)o verrückt!!!

Und ganz krass gesagt: Wer immer auf den neusten SEO-Zug aufspringt, der gerade durch Twittbook-City fährt und sich verrückt macht, ist entweder überarbeitet oder faul! SEO bedeutet Arbeit. Und dazu gehört auch Basicarbeit wie SEO Texte, Seiten Performance und Linkaufbau und und und… Die Liste ist lang und das auch nicht ohne Grund. Ein Facebook und Twitter Account reichen hier nicht aus. Google will niemanden oben listen, der DEN EINEN Faktor gefunden hat, diesen optimiert und sich dann auf die faule Haut legt! Wie so oft im Leben, ist das nicht der richtige Weg. Der Weg ist das Ziel – so heißt es doch, oder?

Es gibt nicht die allgemein und immer gültigen 10 SEO-Gebote

Dabei können Rankingfaktor-Analysen wie die oben ein Wegweiser sein, aber sie sind nicht die 10 Gebote des SEO-Daseins. Und wie Sistrix in den eigenen Kommentaren so schön schreibt: “Ich plädiere in dem Blogposting aber dafür, seine verfügbare Zeit richtig einzuteilen: also nicht 90% der Zeit für eventuelle künftige Faktoren zu verschwenden und mit den restlichen 10% die aktuellen Faktoren zu vernachlässigen sondern genau andersrum”

Mein Fazit also zum Thema SEO Ranking-Trends:

1. Nicht jeder SEO-Trend sollte von jedem aufgegriffen werden

2. Prüfe, ob eine Maßnahme für einen selbst sinnvoll erscheint

3. Beachte alle (!) SEO-Faktoren: Die alten mehr als die neuen

4. Nehme neue SEO Faktoren erst nach und nach auf

5. Ruhig Blut!

 

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