29. April 2014

nicht-lieferbar gibt es nicht – das Potential solcher Produktseiten

Geschrieben von Petra Hamacher . Eingeordnet unter Shop Optimierung | Keine Kommentare

Ausverkauft? - Nutzen Sie das Potential dieser Produkt-Seiten!

Ausverkauft? – Nutzen Sie das Potential dieser Produkt-Seiten!

Kennen Sie das? Sie suchen ein bestimmtes Produkt, suchen über Google und finden tatsächlich ein interessantes Suchmaschinenergebnis, welches Sie auch noch zum klicken verleitet. Und dann das: Das Produkt ist nicht lieferbar. Ärgern Sie sich? Also ich würde das tun!

Und wie können Sie als Shopbetreiber verhindern, dass Sie sich ärgern?

Als Shopbetreiber haben Sie es nämlich in der Hand, lieber Leser, dem Kunden diese Enttäuschung zu ersparen. Und ja, er wird enttäuscht sein. Immerhin hat er wertvolle Minuten seines Lebens auf der Suche nach diesem Produkt verbracht und nun kann er es nicht bestellen, weil es NICHT LIEFERBAR ist?

Kunden, die einmal von einem Shop enttäuscht wurden, benötigen anschließend mindestens die doppelte Überzeugungsarbeit, damit sie noch im Shop einkaufen. Warum sollte man diese Enttäuschung nicht ersparen?

In der 05-06.2014 Ausgabe der Website Boosting gab es zu diesem Thema einen halbseitigen Artikel. Ich selbst fand dieses Thema aber zu wichtig, als dass ich dazu nicht wenigstens ein paar Worte verlieren möchte. Denn für die Suchmaschinen sind das zwar keine „Fehlerseiten“ für den Kunden aber schon. Das heißt, Sie generieren Traffic, der aber auch genauso schnell wieder weg ist, wie er kam. Für die Suchmaschinen, die durchaus immer stärker das Verhalten des Traffics verfolgen, kein gutes Signal. Bedeutet es doch: Diese Seite ist zwar gelistet, aber die Kunden finden sie (mit Verlaub) scheiße. Warum sollte die Seite (und bei mehreren Seiten dann auch die Domain) noch ranken?

Was kann man also tun?

Die Website Boosting empfiehlt auf der Grundlage von Matt Cutts: Seiten mit „unnützen“ Informationen sollten ganz bewusst mit “noindex” gekennzeichnet werden. Der beste Tipp, weil er mir als User am besten gefällt: Verlinken Sie auf ähnliche Produkte. Cutts verweist darauf, dass das natürlich nur kleinere Shops tun können. Größere Shops könnten 404-Fehlerseiten einrichten.

Aber ich frage: Warum?

Ist es nicht sinnvoll für die wichtigsten Produkte eine Art Landingpage zu bauen? Folgendes sollte darauf zu lesen sein:

“Lieber Kunde, dieses Produkt hier ist nicht mehr verfügbar. Aber wir haben uns gedacht, dieses Produkt hier könnte Ihnen auch weiter helfen. Nein? Sie wollen lieber das andere Produkt? Teilen Sie uns doch bitte mit, warum Sie ausgerechnet das andere Produkt haben wollen – vielleicht können wir Ihnen ja weiterhelfen!”

Wichtig wäre mir: Lassen Sie Ihre Kunden nicht allein! Warum ihm nicht Hilfe anbieten? Im Ladengeschäft würde jeder Verkäufer doch auch eine Alternative anbieten (na gut, nur gute Verkäufer tun das).

 

Übrigens: Matt Cutts verweist auch darauf hin, dass man auch den „unavailable_after“-Tag verwenden kann. Dieser wirkt wie eine Löschaufforderung, sobald das Datum erreicht wurde.

Es gibt also Möglichkeiten mit nicht-lieferbaren Produktseiten umzugehen. Ärgern Sie sich jetzt noch mehr, wenn Ihnen wiedermal so eine Seite begegnet? Ich schon.

Hinterlasse einen Kommentar