9. Mai 2014

Newsletter – Gestaltungstipps

Geschrieben von Petra Hamacher . Eingeordnet unter Email Marketing | Keine Kommentare

Na gut, Gestaltungstipps ist vielleicht eine zu hochgestochene Überschrift. Aber gerade bei uns ist das Thema Newsletter wieder hochaktuell. Newsletter konkurrieren mit den Social Media Plattformen, wenn es darum geht, im Online Marketing die Budgets zu verteilen. Warum soll ich beim Newsletter Geld ausgeben, wenn ich doch auf FB, G+ und Co. meine “Fans” doch umsonst haben kann? Dennoch: Viele Marketer schwören darauf, dass die beste (und nachvollziehbarste) Reichweite der Newsletter hat. Die Meinungen, wie ein solcher Newsletter aussehen sollte, gehen weit auseinander. Daher hier mein momentaner Favorit.

Newsletter können überladen, überfrachtet, leer und ohne Mehrwert sein, oder aber genau richtig.

Hier mein momentaner Favorit:

NL we are knitters
We are knitters” hat einen sehr schlichten, aber wie ich finde, sehr ansprechenden Newsletter gestaltet. Ich habe den Screen mit -60% Zoom gemacht. Eine Absprache mit dem Newsletter-Verfasser gab es übrigens nicht. Sondern das Folgende ist meine Empfindung über die Aufteilung eines Newsletters.

Man sieht als erstes die hübsche Grafik über Californication, der aktuellen Marketing Aktion. Darunter folgen zwei Beispiele aktueller Produkte, die mit der Califonication-beworben werden. Es folgt ein Banner über den Blog und eine gratis Strickanleitung. Darunter befinden sich alle Social Media Buttons. Im Footer findet man noch Impressum und Abmeldelink.

Das war`s. Nichts dolles, aber effektiv.

Weil was auffällt: Es gibt keine wirkliche Ansprache, keinen wirklichen Text. Durch den Namen des Unternehmens “we are knitters” ist der Leser irgendwie schon angesprochen genug. Warum jetzt gerade ein Newsletter verschickt wird, steht schon in der ersten Grafik “Califonication – seit bereit für die wärmste Jahreszeit mit unseren neu designten Sets im Style von Kalifornien”. Beispiele für die Aktion leiten den Leser anschließend auf den richtigen Weg (zu den Produkten) und grafische Hinweise auf den Blog und die Gratisanleitung führen nicht nur zu einer kleinen Seite, sondern eröffnen dem Leser die Welt von “we are knitters”, die ja immerhin auf diesem Community-Gedanken basiert.

Es braucht auch keinen Text. Der Leser sieht auf den ersten Blick, worum es geht (zugegeben, den Blog-Banner muss man “verstehen”, aber alles in allem spricht alles für sich selbst). Die Zeit des Lesens ist vermutlich unglaublich kurz, die Neugier aber mehr zu erfahren wird gerade im richtigen Maß angeheizt.

Der Vollständigkeit wegen sei gesagt, dass die Newsletter davor deutlich länger waren. Der Teil mit den Produktbeispielen war immer länger – der Aufbau allerdings meist gleich; ab und an ergänzt durch Eindrücke aus der Community (die sich auf fast alle Social Media Plattformen erstreckt). Letzteres lockt natürlich den Leser dem Unternehmen da zu folgen, wo man selbst am aktivsten ist.

Bei der Kürze und (grafische) Übersichtlichkeit kann sich das Unternehmen auch leisten, relativ häufig einen solchen Newsletter zu versenden (11 NL allein im April 2014, die ich erhalten habe). Er stört einfach nicht.

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