26. September 2010

Männer hält man für dumm, Frauen für noch dümmer

Geschrieben von Petra Hamacher . Eingeordnet unter Kurioses | Keine Kommentare

Subtitle: “Frauen nehmen uns die Arbeitsplätze weg”
Keine Angst, dieser Beitrag wird keine Satire des bekannten “Meine Freundin, die macht folgendes”-Komikers aber auch kein Frauenrecht-Manifest, sondern schlicht und ergreifend die Feststellung, dass es immer noch einen Prozentsatz der Bevölkerung gibt, die Frauen als Bedrohung auffassen.

Nicht anders kann ich mir die Aussagen (siehe Subtitle) solcher Art erklären. Oder wie versteht man die Beschwerde eines männlichen Branchen-Kollegen, dass er doch bitte keine Frauen in Männerberufen wünscht, weil das die Ordnung durcheinander bringt (nein, keine erfundene Aussage). Fehlt eigentlich noch das Attribut “natürlich” bei der Ordnung…

Also ehrlich, als ob Männer die vorgesehene Ordnung der Welt wären?!

Noch schlimmer als solche männlichen Kollegen im übrigen sind in der Tat Frauen, die auch im 21. Jahrhundert glauben, männliche Kollegen erheben größeren Anspruch auf einen Arbeitsbereich als ihre weiblichen Kollegen. So müssen Frauen, die stolz auf das Ergebnisse jahrzehntelang kämpfender Frauenrechtler zurückgreifen können, Bemerkungen lesen wie “In Frauenkreisen sind (internetfähige) Handys weniger verbreitet, da die Vorliebe zur Technik den Männern obliegt”. Impliziert für mich, Frauen interessieren sich nur für Handtaschen und sind zudem zu dumm, oder?

Spätestens nach den “Sex and the City” Filmen sollte aber doch jedem klar sein, dass Frauen das dringendere Bedürfnis haben, sich über Handy mitzuteilen als Männer. Natürlich gibt es auch solche männlichen Exemplare, die immer “das Neuste” haben müssen und so den Absatzmarkt für die nächste Generation IPhone Geräte nach oben treibt. Aber dann ist es ein Statussymbol, ein Ausdruck von “Ich kann es mir leisten”.  Ich persönlich kenne mittlerweile mehr Frauen, die mehr als ein Handy besitzen und zwar weil sie die technischen Vorzüge des einzelnen Gerätes in Zusammenhang mit dem jeweiligen Tarif mehr zu schätzen wissen. Liegt also der Besitz eines Smartphones einzig und allein in der Technikliebe unserer Männer begründet?

Ich glaube nicht.

Anmerkung: Natürlich weiß ich, das ca. 80% solcher Aussagen Erzeugnisse unbedachter Momente sind. Aber genau das ist es, was mich überhaupt zu der bloßen Überlegung eines solches Textes treibt. Schade, dass dieses Thema der erste Beitrag in dieser Kategorie sein musste, wenn jeder mehr auf seine Worte achten würde…

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