1. Februar 2011

Lila Blogpausen oder Augen zu und durch?

Geschrieben von Petra Hamacher . Eingeordnet unter Selbständigkeit, Text Workshop | Keine Kommentare

Das Thema der Woche des Webmaster Fridays handelt diesmal wieder vom Bloggen. Wie viel Bloggen ist gut, ab wann braucht man eine Pause.

Nun existiert dieser Blog hier noch nicht sehr lange, wie Ihr ja sehen könnt. Das bedeutet, eine regelmäßige aktive Leserschaft baut sich ja gerade erst noch auf (hoffentlich :) ). Eine Blogpause wäre jetzt natürlich fatal. Das Ergebnis wären Leser, die glauben, wir hätten den Kopf schon in den Sand gesteckt, ganz nach Straußen Manier. Also wie findet man den besten Weg, sich selbst kein Burn Out zu verschaffen?

Früh organisieren

Pausen sind wichtig, sonst wird man von der Arbeitslawine überrollt (Sascha Böhnke / pixelio.de)

Pausen sind wichtig, sonst wird man von der Arbeitslawine überrollt (Sascha Böhnke / pixelio.de)

Schon zu Beginn unserer Selbständigkeit habe ich mehrere Artikel zum Thema Zeitmanagement verfasst. Unter anderem Tipps für einen guten Tagesablauf. Ich finde es wichtig, sich von Beginn an, mit diesem Thema zu beschäftigen. Am Beispiel eines Shopbetreibers wird es recht deutlich. Die meisten Shopbetreiber arbeiten eigentlich noch, ob halbtags oder vollzeit spielt da weniger eine Rolle. Die Freizeit wird dazu genutzt, um sich seinen eigenen Shop zu verwirklichen. Es wird ein Shop erstellt, mit Ware bestückt, Texte werden geschrieben, Bilder hochgeladen und Marktplätze werden anvisiert. Und nun? Jetzt ist aktives Werben angesagt. In diversen Foren, Blogs und anderen Seiten wird über den neuen Shop berichtet. Auch ein Blog wird dazu ins Leben gerufen. All das und natürlich auch der Shop selbst und der Warenversandt benötigen eine Menge Zeit. Dies sollte man sich direkt von Beginn an vor Augen halten. Die Freizeit zur Entspannung wird knapp, Freunde sieht man seltener und nicht selten folgen Burn Out, Lustlosigkeit oder einfach nur die pure Aufgabe des Shops. Wer diese Überlegungen aber schon im Vorfeld anstellt, hat die Chance nicht von einer Arbeitslawine überrollt zu werden.

Strukturen schaffen und Zeiten planen

Als Tipp würde ich jedem, der selbständig arbeiten möchte, empfehlen, sich für jeden Tag Strukturen zu schaffen. Im simpelsten Fall eine Liste. Was genau muss ich heute tun? Was ist dringend? Und wie viel Zeit möchte ich heute für was verwenden. Eine solche Liste verschafft uns ein schlechtes Gewissen, wenn wir im Blogroll doch zu lange nach den neusten Themen suchen und vom Lesen nicht mehr wegkommen. Aber sie verschafft uns auch Genugtuung, wenn wir erledigte Dinge durchstreichen können. Das darf man nicht unterschätzen. Pausen sind dann ebenfalls wichtig. Mittags beispielsweise lecker kochen bewahrt einen vor der Mittagsmüdigkeit und schmeckt auch noch lecker. Danach kann es frisch gestärkt wieder los gehen.

Was hat das mit Bloggen zu tun?

Ganz einfach, auch hier gilt, sich Zeit dafür nehmen. Wer sich bewusst hinsetzt und sich überlegt, dass jetzt der Blog an der Reihe ist, kann sich voll und ganz darauf konzentrieren. Natürlich kann es sein, dass nun partu keine Inspiration folgen will. Dann aber bitte nichts erzwingen. Vielleicht kann man erst einige Kundenfragen beantworten? Und schon hat man vielleicht wieder eine Idee für ein Thema, weil der Kunde einen auf bestimmte Produktvorteile angesprochen hat. Oder man liest vielleicht einmal bei der “Konkurrenz” oder bei befreundeten Blogs. Was ist hier so Thema?
Mir hilft es ungemein, dass es den Webmaster Friday gibt. Viele der alten und viele der gerade aktuellen Themen lassen einen bestimmten Gedanken eine eigene Meinung bei mir entstehen und schon habe ich wieder Inspiration.

Kein Zwang beim Bloggen – auf das Umfeld achten

Wenn all das nicht hilft, dann verschiebt man seine Arbeit doch lieber. Zwang ist jetzt eher kontraproduktiv. Etwas Entspannendes zu unternehmen kann aber unter Umständen schon helfen. Wir beispielsweise setzen uns gern in ein Café. Beim quatschen, Leute beobachten oder einfach nur beim Nachdenken kommen manchmal unverhofft die besten Ideen. Sehr oft nehmen wir einen Laptop mit, dann kann vor Ort noch etwas umgesetzt werden. Das macht oft Spaß und die Lust an der Arbeit kehrt wieder.

Letzter Tipp: Think positiv

Ja genau, der alte Spruch: Positiv Denken! Wer sich überlegt, welche schlimmste Konsequenz aus seinem tun entstehen kann, der kann sie eher akzeptieren. Das bedeutet, wenn ich gerade gar keine Lust auf meinen Laptop habe und vom Internet genervt bin, dann muss ich mir bewusst machen, dass als schlimmste Konsequenz mir Leser verloren gehen können. Kann ich das verantworten? Ja, denn wenn ich danach aber wieder um so bessere Artikel schreibe, dann habe ich hinterher vielleicht mehr Leser! Perfekt!

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