27. Mai 2011

Ein eigener Blog. Ein gutes Marketing-Instrument?

Geschrieben von Petra Hamacher . Eingeordnet unter Anfänger Shopbetreiber, Marketing | 2 Kommentare

Der Webmaster Friday (<- hier seht ihr auch die anderen Beiträge) diese Woche stellt die Frage nach dem Sinn. Nicht vielleicht den Sinn des Lebens aber nach dem Sinn eines Blogs als Marketing-Instruments. Ich vertrete die Meinung, dass ein gut geführter Blog “Gold” wert sein kann. Und zwar nicht nur im Sinne des Geldsegens. Warum ich dieser Meinung bin?

Nun dafür sprechen verschiedene Gründe, denn ein Blog ist aus verschiedenen Perspektiven sinnvoll und kein einseitiges Instrument. Hier 7 Pros für einen Blog, von denen wir auch einige beherzigen:

1. Content is King

Nach wie vor spielt Content eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, Suchmaschinen zu füttern. Keywords sollten hier passend zum Projekt ausgewählt werden. Dieser Punkt ist allerdings schon so oft ausgeführt worden, dass ich dies gerne nicht weiter ausführen möchte. Und es ist ja auch mehr SEO als Marketing. Wobei, wo zieht man die Grenze…

2. Mehrwert für Kunden

Marketing heißt, Kunden anzulocken oder bei der Stange zu halten. Es ist meiner Meinung nach egal, ob man einen Shop oder eine Unternehmenswebseite betreibt. Sobald ich ein Produkt anbiete, über das es sich lohnt in regelmäßigen Abständen zu berichten, dann sollte ich das tun. Meine Kunden wird es freuen, wenn sie nicht stundenlang im Netz nach diversen Hilfen zu Produkten suchen müssen. Anbieter, die auch direkt Lösungen für Probleme oder Antworten auf Fragen parat halten, steigen häufig in der Gunst der Kunden. Zusätzlich wird sich vielleicht der ein oder andere Neukunde durch meinen Support gewinnen lassen.

3. Der Blog als Referenz

Gerade als Internet Agentur stößt man häufig auf das Problem, Know-How oder Referenzen aufweisen zu müssen. Alte Projekte in die Unternehmenswebseite eingebaut, hilft manchmal nicht. Stellt die Agentur ihr Wissen aber kostenlos zur Verfügung, dann können sich Kunden von deren Wissen überzeugen. Man kauft nicht direkt die Katze im Sack. Auch der Blog selbst, sofern er gut läuft, kann als Referenz dienen. Schafft man es nicht, mit seinen eigenen Projekten zu überzeugen, wie will man das dann mit Kundenprojekten?

4. Ideenschmiede

Ein guter Leserstamm auf einem Blog kann sehr schnell zu einer Ideenschmiede werden. Es gibt Unternehmen wie Starbucks. McDonalds und Tschibo, die extra solche Unternehmen-Blogs ins Leben rufen, um hier ihre eigenen Kunden über neue Produkte entscheiden zu lassen. Der immense Vorteil: Keiner kann so gut das nächste Produkt bestimmen, wie der Endkonsument!
Diese Idee funktioniert auch im kleinen. Shops können hier nach den nächsten Produkten fragen, die im Shop erwünscht wären.

5. Kommunikation mit den Kunden

Bei all den Ideen muss die Kommunikation aber nicht einseitig sein. Oft konnten wir in Unternehmensgeschichten schon verfolgen, dass es Probleme mit Produkten gab. Kunden beschwerten sich in sozialen Netzwerken, auf Blogs oder bei Twitter. All den einzelnen Klagen zu antworten, würde viel Zeit in Anspruch nehmen. Eine Unternehmenserklärung auf einem Blog und schon kann man alle Kunden dorthin leiten und ein offenes Gespräch führen. Kundenkommunikation kann auch ein Marketing-Instrument sein.

6. Platz für Gewinnspiele

Aus dem Aufruf nach Ideen lässt sich leicht ein Gewinnspiel organisieren. Die Erklärungen dazu oder wöchentliche Updates zur Aktion können auf einer Unternehmensseite. auf der sonst nicht viel passiert, oft deplatziert wirken. Ein guter Ort ist dann der Blog, den ich zudem auch besser vermarkten kann, weil er den Kunden ja noch viel mehr als das Gewinnspiel liefert.

7. Zusätzliche Einnahmen

Es gibt das Gerücht, dass es Blogger gibt, die leben davon… Und es stimmt wohl. Es gibt nicht mehr viele von Ihnen, aber einige sind es schon noch. Ob dies über Anzeigen im Blog (AdSense) oder über bezahlte Beiträge oder über selbst organisierte Partnerwerbung, es gibt diverse Möglichkeiten, mit Hilfe eines Blogs zusätzlich Geld in die Kasse zu spielen. Direkt Marketing würde ich es nicht nennen, aber der Gedanke gehört irgendwie dazu, wenn man überlegt einen Blog zu führen.

Und weil das alles noch nicht genug ist…

 

… hier 4 Dinge, die man bei einem Blog beachten sollte

  1. Bei all diesen Pros für einen Blog sollte man nicht außer Acht lassen, dass es viel Zeit beansprucht, einen Blog erfolgreich (=regelmäßig) zu führen. Ich für meinen Teil würde immer empfehlen in einen Unternehmen jemanden dafür als Verantwortlichen zu benennen.
  2. Damit der Blog auch zu einem Marketing-Instrument wird, sollte ab Start ein ganz klares Ziel (siehe oben) definiert werden! Wo soll der Blog hin, was soll er bewirken und wen soll er erreichen? Einfach drauf los schreiben, führt nur bei Glückspilzen zum Erfolg.,
  3. Ein Unternehmensblogger (egal ob inhaus oder nicht) MUSS immer auf das Unternehmen eingeschworen werden. Es gibt keinen schlimmeren Marketingkiller als wenn der Blogger sich außerhalb der Unternehmensrichtlinen bewegt. Ein Unternehmens-Handbuch, eine Art Knigge für den Blog abgestimmt auf das Unternehmen und die Zielgruppe, kann hier helfen.
  4. Nur wer authentisch bleibt und keine Blogfasade aufbaut, kann meiner Meinung nach, den Blog erfolgreich als Marketing-Instrument nutzen.

 

Edit: So eben habe ich den Beitrag zum WMF von Bohncore.de gelesen. Ich finde, er beschreibt sehr gut, wie sein Blog zu seinem Marketing-Instrument wurde. Und das völlig ungeplant. Mir hat der Artikel sehr gut gefallen, daher sei er hier nochmal erwähnt.

2 Kommentare zu “Ein eigener Blog. Ein gutes Marketing-Instrument?”

  1. Online Shops brauchen einen Blog! » shop-optimieren on Montag, 13. Februar 2012 um 12:52 Uhr

    [...] einer ähnlichen Frage haben wir uns hier (7 Pro-Argumente für einen Blog), schon einmal gestellt. Allerdings ging es damals mehr um unseren Blog (oder der allgemeinen Frage [...]

  2. Das Blog als Marketing-Instrument einsetzen | Blogging und WordpressBlogging und Wordpress on Mittwoch, 18. Dezember 2013 um 16:54 Uhr

    [...] Shop-optimieren.com mit ein eigener Blog- ein gutes Marketing-Instrument? [...]

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